| System: |
ifax.OPEN |
| Hersteller: |
ifax GmbH |
| Typ: |
ERP Komplettlösung |

Mögliche Prozessabbildung an Hand eines Widerholungsfertigers:
Anfragen gehen typischerweise in Papierform oder in elektronischer Form ein. Pfade zu Kundenzeichnungen können mit allen Datensätzen in ifax.OPEN verknüpft werden. ifax.OPEN verwaltet Angebote. Textbausteine und freie Texte sind miteinander kombinierbar. Bei der Angebotserstellung soll auch auf früher erstellte Angebote und Aufträge zurückgegriffen werden können. Die Angebotspreise werden hierbei spezifisch und aufgrund von Erfahrungswerten ermittelt, können aber auch im Rahmen einer Angebotskalkulation ermittelt werden.
Bei der Ermittlung der Lieferzeiten wird die Verfügbarkeit der Produkte im Lager geprüft. Es wird zwischen verschiedenen Stati von Angeboten unterschieden. Wird ein Auftrag erteilt, kann das Angebot in einen Auftrag umgewandelt werden. Auswertungen bezüglich Kunden/Interessenten und Produkten werden regelmäßig durchgeführt und es wird eine Angebotserfolgsquote ermittelt.
Bei der Auftragserstellung werden Prioritäten vergeben. Zu Grunde liegt eine weitgehend freie Beschreibung von Auftragsarten. Unterschieden wird u. a. zwischen folgende Auftragsarten: Einzelauftrag, Abrufauftrag/Rahmenauftrag, Sammelauftrag, Eilauftrag und frei definierbare Auftragsarten. Eine Lieferterminermittlung wird durch die Verfügbarkeitsprüfung von Rohmaterial und Zukaufteilen unterstützt. Dazu muss der Auftrag eingelastet werden.
Pro Auftrag kann ein SOLL / IST Vergleich bzgl. Kosten und Termineinhaltung durchgeführt werden. Eine Übersicht über zu erwartende Auslieferungen innerhalb eines frei zu definierenden Zeitraums wird ebenfalls ausgegeben. Die Ausgabe der Lieferrückstände erfolgt mit Bezug zum Kundenauftrag.
Der Kundenauftragsbedarf wird gegen den Planbedarf gerechnet. Auf Basis der Kundenaufträge erfolgt bedarfsverursachergerecht auf Teileebene eine Reservierung von Lagerbeständen und Kapazitäten.
Ein Agentensystem (Workflow) meldet rechtzeitig Ereignisse, die den zugesagten Leistungsumfang beeinträchtigen, z. B. den Ausfall einer Maschine, die für einen bestimmten zeitkritischen Kundenauftrag eingeplant war.
Bei der Preisfindung werden terminabhängige Preise übernommen, Preisspielräume (Grenzkosten, Vollkosten) werden gegebenenfalls abgefragt. Preismodifikationen wie z. B. Rabatte und Teuerungszuschläge werden übernommen (pro Kunde und Artikel). Die Verpackungskosten werden nach Verpackungsart ermittelt, die Versandkosten ergeben sich aus den Parametern Gewicht, Volumen, Entfernung und Versandart. Abhängig von den einzelnen Preisbestandteilen wird ein Gesamtpreis gebildet, wobei die Preiskumulierungen variabel gestaltet sind.
Pro Artikelgruppe wird ein Bedarf an Ressourcen ausgewiesen, der ggf. in unterschiedliche Produktionsbereiche aufgeteilt wird. Das Ressourcenbedarfsprofil wird automatisch fortgeschrieben. Aus der Absatzplanung (oder Kundenauftragszahlen) wird die Ressourcenbelastung abgeleitet und graphisch dargestellt. Bei der Bedarfseinplanung kann eine Vorwärts-, Rückwärts- oder Mittelpunktsterminierung vorgenommen werden. Diese Planung erfolgt für frei wählbare Zeitperioden. Kapazitätsgrenzen können berücksichtigt werden.
Die Verbrauchswerte pro Teil werden vom System über mehrere Perioden geführt und gepflegt. Zusätzlich werden Nachfragewerte (bestellt: A, geliefert: B) geführt. Die Periodenlänge und -anzahl ist frei wählbar, das System verarbeitet unterschiedliche Periodenlängen und -anzahlen. Die Verbrauchsdaten werden ganz bzw. anteilig auf Nachfolge- oder Ergänzungsprodukte übertragen. Zur Bedarfsprognose kommt u.a. die gleitende Mittelwertbildung zur Anwendung.
Die Vorhersagen können aber durch den Benutzer geändert werden. Vor jedem Planungslauf werden die alten Plandaten (Planaufträge) gelöscht (Neuaufwurf), darüberhinaus besteht die Möglichkeit zur Durchführung anstehender Änderungen auf Basis des alten Planungsstandes (Net-Change).
Die Bedarfsauflösung für ausgewählte Artikel erfolgt im Systemdialog über alle Dispo-Stufen. Das Ergebnis eines Planungslaufs (Neuaufwurf oder Net-Change) sind geplante Fertigungsaufträge. Eine Vorlaufverschiebung erfolgt tagesgenau. Das System ermöglicht eine Periodenzusammenfassung für die Bedarfsdarstellung für Tag, Woche und Monat. Technische Stücklistenänderungen werden terminlich berücksichtigt. Bestellmengen werden nach Bestellpolitiken (Diskret, Fest, Gleitende wirtschaftliche Losgröße ) erstellt.
Die Bedarfsermittlung wird über alle Stufen mit Nettorechnung durchgeführt. Bei der Bedarfsermittlung wird der Ausschuß berücksichtigt (Ausschuß pro Teil, stücklistenbezogener Ausschuß, Rüstausschuß, arbeitsgangabhängiger Ausschuß), dieser bezieht sich auf den Bruttobedarf abzüglich des verfügbaren Lagerbestandes. Bei der Nettorechnung werden Reservierungen und offene Aufträge berücksichtigt. Die Materialbedarfe werden auch auf Basis der Arbeitspläne ermittelt.
Die Berechnungen werden auf Anforderung durchgeführt, dabei wird die Durchlaufzeit auf Basis von Vergangenheitswerten vom System ermittelt. Bei einer verbrauchsgesteuerten Disposition erfolgt der Anstoß für die Bestellung nach dem Bestellpunktverfahren, dabei gibt es die Wahlmöglichkeit zwischen verschiedenen Bestellmengenverfahren. Die Bestellvorschläge werden gespeichert und nach Sachbearbeiter, Lieferant, Termin oder Artikelnummer ausgegeben.
Für jedes Teil wird eine aktuelle Vefügbarkeitsstudie angezeigt. Daneben schlägt das System Aktionen bei Ausnahmesituationen vor. Mit manuellen Eingriffen werden bei Stornierungen bedarfsverursachergerecht die abgleitenden Bedarfe/Bestellungen/Fertigungsaufträge storniert, gleichzeitig werden die abhängigen Bedarfe/Bestellungen/Fertigungsaufträge bei Terminänderungen mitgeführt.
Der im Fertigungsbereich befindliche Lagerbestand wird auftragsgebunden geführt; dies gilt auch für externe Bearbeitung. Entnahmevorschläge erfolgen nach dem FIFO, LIFO und weiteren Prinzipien. Durch Stornobuchungen werden Bestandskorrekturen vorgenommen.Teilereservierungen werden Kundenaufträgen zugeordnet. Die termingerechte Bereitstellung von Material für Versand oder Produktion wird durch eine Bereitstellungsliste unterstützt.
Es werden Lagerbewegungsnachweise erstellt. Die Anzeige von Lagerbewegungen wird nach Teil, Zeitraum, Lagerort, und Bewegungsart eingegrenzt und archiviert. Pro Teil und Periode wird eine Gegenüberstellung von Bedarf, Bestellungen und Bestand ausgegeben. Eine Materialklassifikation wird nach Umsatz und Umschlagshäufigkeit durchgeführt. Zur Typenbereinigung werden Teileinformationen herausgegeben: Umschlagshäufigkeit, letztes Entnahmedatum, Bestandswert und Bestandsvolumen. ABC oder XYZ Analyse. Fremd und Eigencharge lässt sich für die definierten Materialien auf allen Stufen verwalten.
Es gibt ein Lieferanten-Auskunftssystem über: Teile, Anfragen, Angebote, Bestellungen und Lieferungen. Die Anfragenerstellung wird unterstützt durch Standardtexte, Lieferantenstammdaten, Teilestammdaten und Bedarfsdaten. Das System gibt anfragebezogene Mahnungen an die Lieferanten aus. Bei der Angebotsbearbeitung wird ein Status geführt und es erfolgt eine Terminüberwachung. Die Bestellungen und Bestellanforderungen werden von ifax.OPEN unterstützt, dabei können mehrere Positionen pro Bestellung geführt werden. Bei der Bestellungserstellung können Angebots-, Lieferanten-, Bedarfs-, Teiledaten und Standardtexte benutzt werden. Die Lieferantenauswahl erfolgt im Dialog. Dabei ist eine Einzeldarstellung der möglichen Lieferanten pro Bestellanforderung möglich.
Das System ermittelt automatisch pro Lieferant Sammelbestellungen mit. Ebenso erfolgt eine automatische Bestellaufbereitung aufgrund vorliegender Bedarfe, fester Lieferanten und Lieferkonditionen. Es gibt die u. a. folgenden Bestellarten: Normalbestellung, Bestellung nach Rahmenvertrag, Abrufbestellung (nach Lieferplan, Abrufmenge) und Lohnauftragsbestellung. Die Abruf- und Rahmenverträge werden verwaltet und die entsprechenden Bestellungen werden diesen Verträgen zugeordnet. Bestellungen ohne Teilestamm sind auch möglich (Ad-hoc-Bestellungen).
Mehrere Preiskomponenten (Mengen-, Wertrabatte, Teuerungszuschläge) werden gespeichert und verarbeitet. Bestellpositionen werden nach unterschiedlichen Kriterien ausgegeben, z.B.: Sachbearbeiter, eigene Teilenummer, Lieferanten-Teilenummer, Liefertermin etc. Die Reihenfolge der Anzeige kann vom Benutzer verändert werden. Bestellungen ohne Lieferanten- bzw. Teilestamm werden über Keywords gefunden. Der Lieferanten-Teilenummer kann eine eigene Teilenummer zugeordnet werden. Interne Mengeneinheiten können in externe Mengeneinheiten umgerechnet werden. Preise werden, neben der Angabe in Euro, auch in unterschiedlichen Währungen geführt. Bei der Bestellschreibung werden Lieferpapiere für Beistellteile erstellt, diese werden auch terminlich überwacht.
Der Bestellbestand kann u.a. nach folgenden Kriterien abgerufen werden : Lieferant, Teilenummer, Bestellnummer, Kundenauftragsnummer, Fertigungsauftragsnummer, Materialart, Bestellstatus, Bestellart, Sachbearbeiter. Ein aktueller Liefernachweis wird pro Teile- und Bestellnummer geführt. Die Lieferantenstatistik wird nach Lieferant, Teil, Wert und Menge erstellt. Teillieferungen werden kumuliert und differenziert nach Lieferung geführt. Folgende Bestellstati werden geführt: offene Bestellung, gestoppte, stornierte, Bestellbestätigung vorhanden, Terminverschiebung gemeldet, Liefertermin überschritten, Lieferung angemahnt, Lieferung eingegangen, Lieferung geprüft, teilgeliefert.
Eine Übersicht über offene Bestellungen nach geplantem Liefertermin wird ausgegeben. Dabei werden die erforderlichen Mahnungen an die Lieferanten aufgezeigt und automatisch ausgegeben. Die Mahnungen sind nach Mahnstufen unterschieden. Suchkriterien für Bestellungen sind: Lieferantennummer, Bestelltermin, Teilenummer bzw. Primärbedarfsverursacher. Der Primärbedarfsverursacher wird auch bei Bedarfszusammenfassung über die Bestellnummer mit Angaben der Einzelmengen und Termine gefunden. Eine Koppelung der Bestellungen für externe Lohnarbeiten zu den übergeordneten Fertigungsaufträgen findet statt. Die Koppelung bezieht sich auch auf einzelne Arbeitsfolgen oder Gruppen von Arbeitsfolgen.
Bei der Erfassung des Wareneingangs werden Bestelldaten angezeigt. Die Lieferung wird über den Lieferant, das Bestelldatum oder die Teilenummer der Bestellung zugeordnet. Externe Mengenangaben werden dabei in interne Mengeneinheiten umgerechnet.
Eine Wareneingangsnummer wird maschinell vergeben, die Wareneingangsscheine werden einzeln oder nacheinander gedruckt. Die Wareneingangs-Qualitätskontrolle wird automatisch angestoßen. Pro Lieferung wird bei der Wareneingangsprüfung ein Freigabestatus für Wareneingänge mit Qualitätskontrolle geführt. Toleranzen für Über-, bzw. Unterlieferung sind vorgegeben, Teil- und Schlußmeldungen sind besonders gekennzeichnet. Es erfolgt ein Abgleich der Wareneingänge gegen die Fehlteile mit einer Benachrichtigung der Materialbereitstellung. Wareneingänge werden auch bestellungsneutral vom System erfaßt.
Die Daten aus dem Bestellwesen werden der Lieferantenbewertung, der Rechnungsprüfung und der Einkaufsstatistik zur Verfügung gestellt. Bei Zugängen von Fehlteilen sowie bei Änderungen der Lohnaufträge erfolgt eine automatische Benachrichtigung an die Fertigungssteuerung.
Die Durchlaufterminierung erfolgt tagesgenau, unter Berücksichtigung von geplanten und freigegebenen Aufträgen. Die Durchlaufterminierung wird für einen einzelnen Auftrag oder eine frei wählbare Anzahl von Aufträgen durchgeführt. Noch nicht rückgemeldete Arbeitsgänge werden ab dem Termin der Terminierung neu eingeplant. Es gibt sowohl die Möglichkeit eines Neuaufwurfs (Löschen der alten Plandaten vor jedem Planungslauf) als auch des Net-Change (Verarbeiten der anstehenden Änderungen auf Basis des alten Planungsstandes)
Terminierungsstrategien sind: Vorwärtsterminierung, Rückwärtsterminierung, Mittelpunktsterminierung.
Definierte Arbeitsgänge werden bei der Terminierung mengenunabhängig verwaltet. Bei Engpässen werden alternative Arbeitspläne und -gänge herangezogen.
Als Ausnahmemeldungen werden ausgegeben: Übergangszeitverkürzung, Terminverschiebung und Rückstand. Diese Meldungen werden für den Sachbearbeiter, den Auftrag und die Teilenummer ausgegeben. Bei begrenzter Kapazität lastet das System auf ersten freien Platz ein.
Der Kapazitätsbedarf wird periodengerecht für Arbeitsplatzgruppen und Vorrichtungen (Werkzeuge) und auftragsbezogen (wahlweise) ermittelt, Die Periodenlänge ist frei wählbar.Bei der Ermittlung des Personalbedarfs wird die Mehrmaschinenbedienung, Gruppenarbeit und der Zeitgrad berücksichtigt.
Teile, Baugruppen oder Produkte mit gleichen oder ähnlichen Merkmalen werden mit Hilfe eines Sachmerkmalssystems (DIN 4000), Zeichnungsnummer oder mit Match-Codes gefunden.
Von den Stammdaten werden die folgenden Änderungszustände gespeichert: Änderungsindex, -grund, -datum, -texte.Die Änderungshistorie wird über den gesamten Produktlebenslauf geführt. Das System kann Teilenummern auch automatisch vergeben. Die Auflösung der Stückliste erfolgt über alle Stufen.
Die Dispositionsstufe wird automatisch vergeben. Stücklisten werden mit einer Aktiv/Inaktiv-Kennzeichnung geführt. U.a. werden folgende Änderungsinformationen geführt:
Sachbearbeiter, Änderungsdatum, Änderungsnummer / Index, Ein-/ Auslaufteile, Gültigkeit von / bis, Änderungsbeschreibung, Änderungsursachen. Mehrere Änderungszustände werden parallel im System geführt. Wird ein Teil ausgetauscht, so werden alle betroffenen Stücklisten automatisch aktualisiert.
Aufgebaut wird eine Konstruktionsstückliste, Fertigungsstückliste, Verpackungsstückliste und eine Kalkulationsstückliste. Diese werden vom System archiviert. Stücklistenpositionen werden mit Arbeitsgängen verknüpft, es existiert zudem eine Stücklistenkopierfunktion. Es werden darüber hinaus auftragsspezifische Stücklisten geführt, die einen Bezug zum Kunden / Fertigungsauftrag besitzen.
Eine Arbeitsgangterminierung erfolgt automatisch gegen die tatsächlich verfügbare/begrenzte Kapazität. Vor jedem Lauf können die alten Kapazitätsbelegungsdaten gelöscht, oder es können anstehende Änderungen auf Basis des alten Standes verarbeitet werden. Bei einer Arbeitsgangterminierung erfolgt eine Kapazitätsbelegung für eine Arbeitsplatzgruppe, Ausgehend von einem Arbeitsgang werden mehrere Kapazitäten (Maschine) parallel belegt. Im Dialog erfolgt eine Auftragsterminierung nach den Prinzipien der Vorwärts- oder Rückwärts- Terminierung
Eine Kapazitätsbelastung der einzelnen Arbeitsplätze wird auftragsbezogen dargestellt, dabei können auch nur Engpaßarbeitsplätze, angezeigt werden. Sie wird sowohl graphisch, als auch numerisch (wertmäßig) dargestellt. Der Belastungsverursacher wird angezeigt, prinzipiell werden pro Bildschirm mehrere Arbeitsplätze dargestellt.
Pro Periode werden die eingelasteten Aufträge und Arbeitsgänge in terminlicher Reihenfolge nach Arbeitsplatz oder Arbeitsplatzgruppe angezeigt. Ähnliche Arbeitspläne werden über Sachmerkmalsleiste (DIN 4000), oder Match-Code-Verfahren gefunden. Es werden Standardarbeitspläne und -gänge geführt. Ein Verwendungsnachweis für Werkzeuge, Vorrichtungen, Arbeitsgänge, Arbeitsplätze und Material wird ausgegeben. Arbeitspläne werden auch auftragsbezogen geführt. Bei der Erstellung der Arbeitspläne werden ganze Arbeitspläne, aber auch Teile davon (von Arbeitsgang bis Arbeitsgang) kopiert. Im Arbeitsplankopf werden folgende u.a. Daten geführt :Rohmaterial, Losgröße, Änderungszustand, Gültigkeitszeitraum von / bis.
Pro Arbeitsgang werden u.a. folgende Informationen geführt :
Beistellmaterial, Fremdbearbeitung, Arbeitsplatz/ -gruppe, Werkzeuge, Vorrichtungen, Meßmittel, Rüstzeit, Stückzeit, Überlappungsfaktor, Splittungsfaktor, Übergangszeiten, Lohngruppe, Arbeitsanweisungs-Nr., Aussschuß.
Pro Arbeitsgang werden alternative Produktionsmittel geführt:
Lieferanten (Fremdbearbeitung, z.B. Oberflächenbehandlung), Arbeitsplätze, Werkzeuge und Vorrichtungen. Mehrere Änderungszustände eines Arbeitsplans werden mit den Änderungsinformationen abgespeichert. Die Änderungsprotokolle werden ausgegeben. Bei einer Änderung von Produktionsmittel werden durch eine einzige Eingabe alle betroffenen Arbeitsgänge geändert. Diese Änderungen beziehen sich im Wesentlichen auf: Arbeitsplatz, Werkzeug, Vorrichtung, Messmittel und Material. Die Arbeitsfolgen können mit variabler Schrittweite neu nummeriert werden. Es existiert eine Regelung für die Archivierung der Arbeitspläne.
Betriebsmittel werden in einer separaten Datei gespeichert. Bei der Erstellung wird die Kopierfunktion genutzt. Die Verwendung von Werkzeugen wird dargestellt in Bezug auf Arbeitsplätze, -platzgruppen, Kostenstellen, Arbeitsgänge/ -plänen, Werkzeugsätzen. Die Arbeitsplatzverwendung wird dargestellt für:
Arbeitsplatzgruppen, Kostenstellen, Arbeitsgänge/ -plänen. Die Arbeitsplatzdaten speichern die verfügbare Kapazität, Kosten- und Wartungsdaten. Die Verbindungen von Kostenstellen zu Arbeitsplatzgruppen, Arbeitsplatzgruppen zu Arbeitsplätzen, Arbeitsplätzen zu Werkzeugen, Werkzeugsatz zu Werkzeugen, sowie Arbeitsplatzgruppen zu Personen wird erkennbar. Die Auswahl der Betriebsmittel erfolgt mit einer Sachmerkmalsleiste und einem Match-Code-Verfahren. Alternative Arbeitsplätze zu einem Arbeitsplatz mit der gleichzeitigen Speicherung alternativer Werkzeuge / Vorrichtungen sind möglich. Kostensätze (fix u. variabel, )werden mehrfach terminabhängig gespeichert. Die Einsatzstunden werden pro Arbeitsplatzgruppe und Werkzeug (Standzeiten) geführt. Die verfügbare Kapazität pro Arbeitsplatz/ -gruppe ist mehrfach periodenabhängig vorhanden. Die Betriebsmittel werden als Verbrauchsteil in der Stückliste bestandsmäßig geführt.
Fertigungsaufträge können kundenauftragsbezogen oder neutral generiert werden. Für einzelne Bauteile, Baugruppen oder Fertigware können Seriennummern mitverwaltet werden.
Für die Freigabe werden die Fertigungsaufträge nach Status, Freigabehorizont und Priorität ausgewählt. Dabei sind die Kriterien nach Fertigungsbereich unterschiedlich. Die Freigabe erfolgt wahlweise durch das System oder den Benutzer. Es können auch ungeplante Aufträge freigegeben werden, in diesem Falle werden diese Aufträge in den Auftragsbestand und in die Kapazitätsbelastung übernommen. Das System führt eine Reihenfolgebildung über die Prioritäten durch. Die Freigabe erfolgt auch bei teilweiser Verfügbarkeit des Materials.
Auf der Basis von Fertigungsaufträgen werden Reservierungen für Material termingerecht vom System durchgeführt, dabei werden Vorabreservierungen aus Kundenaufträge berücksichtigt. Fehlteile werden nach Teilenummer und Auftrag angezeigt und separat geführt. Freigabeprotokolle werden nach Teilenummer, Auftrag, Fertigungsbereich und Auftragsstarttermin erstellt. Die Auftragsnummern werden vom System vergeben. Über die Fertigungsauftragsnummer kann, auch bei Bedarfszusammenfassung, der Primärbedarfsverursacher, mit Angaben von Einzelmengen und Terminen, ermittelt werden. Die Freigabe kann auf Arbeitsgangebene /Baugruppenebene erfolgen.
Duplikate der Arbeitspapiere werden gezielt erstellt, im System festgehalten, und dort auch als Duplikat gekennzeichnet. Die Identifikationsdaten der Arbeitspapiere werden auch in Barcode ausgegeben.
Bei bedingter Freigabe werden zusätzliche Informationen zu den Arbeitspapieren ausgedruckt (z.B. Fehlteileliste).
Der Auftragszustand wird periodisch und auf Abruf in einem Statusbericht ausgegeben. Die Ausgabe erfolgt nach, Sachbearbeiter, Teilenummer, gestartete Aufträge nach Datum, fertiggemeldete Aufträge nach Datum, Fertigungsauftragsnummer, Losnummer. Es werden alle Arbeitsgänge eines Auftrags mit den jeweiligen Soll-, Ist-Terminen angezeigt. Auftragsbezogene kritische Abweichungen werden erkannt und als Warnmeldung ausgegeben. Ungeplanter zusätzlicher Arbeits-/Materialaufwand wird auftragsbezogen geführt und ausgewiesen (Nach-, Mehrarbeit).
Bei Änderungen eines Auftrags (Termin, Menge) werden alle davon betroffenen Folgedaten automatisch mitgeändert (z.B. bei einer Mengenänderung) Bei Änderungen können gezielt neue Arbeitspapiere abgerufen werden. Auftragsfortschrittsrückmeldungen werden über normale Terminals getätigt. Es erfolgt eine unmittelbare Verbuchung der Auftrags-, Arbeitsgang-, und Meilenstein-Rückmeldung.
Mehrfach auftretende Meldungen werden pro Arbeitsgang getrennt geführt (Ausschuß nach Ursache, Auftragsunterbrechung nach Ursache). Die Auftragsfortschrittsinformationen werden abgerufen nach: Fertigungsauftragsnummer, Teilenummer, Arbeitsfolgenummer, Starttermin, Endtermin, Arbeitsplatz, Werkzeug, Vorrichtung, Produkt-/Teilegruppe, Bedarfsverursacher, Auftragszustand. Zusätzliche Aufwände werden vom System ebenso erfaßt wie ungeplante Aufträge und Arbeitsgänge. Nach Fertigstellung eines oder mehrerer Kundenaufträge erstellt das System die notwendigen Versandpapiere für die Auslieferung der Fertigware an den Kunden, bzw. für den Versand der Halbfertigware an verlängerte Werkbänke. Die Versanddokumente sind hierbei: Lieferschein u. Ladeliste.
Für Zollpapiere kommt Zusatzsoftware zum Einsatz. Der Kommissionierauftrag ist eine Aktivierung der Ausfassliste. Er beinhaltet den Lagerort, die Ladehilfsmittel Nr., die Mengenangabe in Stück sowie die Kundenauftrags-Nr. Es werden wahlweise ein oder mehrere Kundenaufträge gleichzeitig kommissioniert.
Ladehilfsmittel und Lagerorte sind gekennzeichnet und dadurch eindeutig identifizierbar.
Mit dem Kommissionierauftrag fährt das Lagerbedienpersonal an den vorgegebenen Lagerort, entnimmt die entsprechende Menge an Ware und notiert Lagerplatz sowie Ladehilfsmittel und quittiert die entnommene Menge am Terminal. Wahlweise kann eine manuelle Bestandskorrektur (bei Berechtigung) im System erfolgen.Das System führt eine Plausibilitätsprüfung durch und "warnt" den Bediener bei evtl. auftretenden Abweichungen. Die entnommene Ware wird nach abgeschlossener Kommissionierung in die Fertigung/Montage bzw. zum Versand gefahren und geliefert. Die Faktura kann auftragsbezogen, Lieferschein/Datum bezogen, oder kundenbezogen durchgeführt werden. Mit dem Tagesabschluss erfolgt die Übergabe der fakturierten Daten an die Finanzbuchhaltung.