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Collaborativer Digitaler Zwilling in Wertschöpfungsnetzwerken

Verschiedene Sichten geben Auskunft über verbaute Komponenten, anlagenbezogene Betriebsdaten und beteiligte Partner

Meerane, 10.07.2019. Im Projekt Collaborativer Digitaler Zwilling, kurz Co-TWIN, dient als Basis eine real existierende oder geplante Anlage, welche über eine Plattform abgebildet wird. Mehrere untereinander verknüpfte Betrachtungsebenen (Sichten) zeigen bspw. Inhalte aus Komponenten-, Leistungs- oder Netzwerksicht und gehen über den bekannten Digitalen Zwilling hinaus.

Die vierte industrielle Revolution, auch bezeichnet als Industrie 4.0, birgt einen fundamentalen Wandel für den Maschinen- und Anlagenbau. Neue Technologien und Arbeitsabläufe halten in der Produktion Einzug und sorgen gerade bei kleinen und mittelständigen Unternehmen (KMUs) für ordentlich Gesprächsstoff, weil diese häufig in dezentral organisierten Wertschöpfungsketten eingebunden sind. Die Stärke dieser Unternehmen liegt in ihrer Innovationskraft und der hohen Flexibilität, die es gilt durch die Digitalisierung weiterhin zu erhalten.

Das Forschungsprojekt "Collaborativer Digitaler Zwilling in Wertschöpfungsnetzwerken" greift die Grundidee des Digitalen Zwillings auf und erweitert ihn zu einem ganzheitlichen Ansatz, der die Kollaboration und Kommunikation in dynamischen Wertschöpfungsnetzwerken und im gesamten Maschinenlebenszyklus unterstützt.

Konzeptionelle Darstellung von Co-TWINKonzeptionelle Darstellung von Co-TWIN 

Etablierung einer digitalen Wertschöpfungskette

Erste Unternehmen haben bereits heute Schritte unternommen, um ihre Fertigungsprozesse durch Einführungsstrategien und Referenzarchitekturen zu digitalisieren. Diese Schritte sind gut und richtig, jedoch erfüllen sie nicht den Anspruch einer ganzheitlichen digitalisierten Wertschöpfungskette. Mit der Nutzung eines "Digitalen Zwillings", welcher als digitale Repräsentation von realen, optional von geplanten Maschinen und Anlagen wirkt, stellt dieser eine Brücke zwischen physikalischen Produkten und dem virtuellen Raum her. Digitale Zwillinge zeigen neben dem 3D-Abbild hilfreiche Informationen aus aktuellen Zuständen, Produktionskennzahlen, Energieverbräuchen und kommenden Wartungsaufgaben. Letzten Endes werden viele dieser Informationen mit dem ERP-System des Unternehmens verbunden und in Echtzeit synchronisiert. Digitale Zwillinge ermöglichen eine Überwachung und Steuerung realer Objekte in Fertigungsunternehmen. 

Digitaler Zwilling als Grundidee für das Projekt Co-TWIN

Das Forschungsprojekt "Co-TWIN", gefördert mit 2,8 Mio. Euro über drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), baut auf dem Digitalen Zwilling auf. Ziel des Forschungsvorhabens ist seine Erweiterung zu einem ganzheitlichen Plattformkonzept mit einer Kollaboration in und zwischen Unternehmen sowie im gesamten Lebenszyklus von Maschinen und Anlagen. Das Verbundprojekt soll mehrere digitale untereinander vernetzte Sichten (Ebenen) realisieren und visualisieren.

Das Projekt Co-TWIN besteht aus den Anwendungspartnern BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH, BAM GmbH, SITEC Industrietechnologie GmbH und Schmale Maschinenbau GmbH, die während des Projektverlaufs konkrete betriebliche Einsatzszenarien realisieren. Umsetzungspartner sind die Unternehmen chemmedia AG und die N+P Informationssysteme GmbH (N+P). Als akademische Partner treten die TU Chemnitz mit den Professuren Wirtschaftsinformatik und Werkzeugmaschinenkonstruktion und Umformtechnik sowie die Handelshochschule Leipzig auf. Den Transfer in die Praxis unterstützen als Value Partner der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Chemnitz. Der Projektträger Karlsruhe (PTKA) übernimmt die Betreuung des Vorhabens. 

Über N+P Informationssysteme GmbH

Seit der Gründung im Jahr 1990 verfolgt die N+P Informationssysteme GmbH die Vision, IT-Systeme entlang der Wertschöpfungskette zu durchgängigen Lösungen zu verbinden. Als IT-Systemhaus für den Mittelstand haben wir uns auf Fertigung und Bauwesen als Branchen fokussiert, denn übergreifende Lösungen lassen sich nur beraten und implementieren, wenn man die darunterliegenden Prozesse versteht. An sechs Standorten arbeiten wir als Unternehmen deutschlandweit mit über 160 Mitarbeitern in anspruchsvollen Integrationsprojekten. Die langjährig gelebte Vision: durchgängige Systemintegration von der Konstruktion, über die Produktion bis hin zur Unternehmensplanung und -steuerung ist heute aktueller denn je. Getrieben vom Trend "Industrie 4.0" begleitet N+P Kunden der Fertigungs- und Bauindustrie in der Konzeption und Umsetzung ihrer digitalen Agenda. Die Bündelung von Kompetenzen in Fertigungstechnologien, Unternehmensprozessen und Softwareentwicklung resultiert damit in kundenindividuellen Innovationen mit konkreten Effizienzgewinnen.

 

Herausgeber
Jens Hertwig, Geschäftsführender Gesellschafter



Bildquellen
N+P Informationssysteme GmbH, BAM GmbH, TU Chemnitz, René Apitzsch

 

Detaillierte Projektbeschreibung
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Veröffentlicht: 10.07.2019

Veröffentlicht durch


N+P Informationssysteme GmbH
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